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Reisebericht der Schottland-/Irlandfahrt - Travelogue

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Submitted by: Lothar Fritsch United States
Website: Not Available
Submission Date: 11 February 2005

PAGE - 8 - Add your travelogue
Nur mit Feldflasche, Kamera und einem Poncho bewaffnet ziehen wir los, bergauf Richtung Slieve League. Der Weg f|hrt am Hang entlang, durch Heidekraut und mooriges Geldnde. Ein paar Fl|sse kreuzen den Weg, wir f|hlen uns fast wie in Schottland. Schafe in Massen haben sich darauf verteilt. Je hvher wir kommen, desto besser wird die Aussicht auf die Bucht von Carrick und auf's Meer. Irgendwann wird der Rovertrack zum Trampelpfad und dann zur unvermeidlichen Schlamm- und Pf|tzenstrecke auf Torfboden. Ein paar Leute kommen uns von oben entgegen. Oben angekommen, finden wir uns in merkw|rdiger Umgebung wieder: der etwa f|nfzig Meter breite Hang ist sanft abgerundet wie ein H|gelgipfel und total ohne Planzen und Erde, scharfe Steinplatten und Steine ragen aus dem Boden, aber nicht als loses Gervll, alles steckt im Boden fest. Dazwischen befinden sich eine Handvoll Torfstreifen, einen Meter hoch und zehn Meter lang, sie sehen aus wie Inselchen in einem Flu_, obendrauf wdchst Gras, an den Seiten sind sie wie von Wassermassen abgeschwemmt. Auf der gegen|berliegenden Seite geht es recht steil 'runter. Wir haben einen phantasischen Weitblick, jede Menge Seen, einige H|gel, Hduser als winzige Punkte, man sieht hundert Kilometer oder mehr ins Land, und die Sonne scheint. Wir laufen zundchst in Richtung des Gipfels, wo auch ein Steinhaufen liegt, der die Spitze markiert. Kaum sind wir dort, h|llen Wolken den Berg ein. Die Sicht schrumpft plvtzlich auf unter f|nfzig Meter. Wir drgern uns erstmal und hoffen, da_ die Wolken verschwinden, bis wir auf dem schmalen und gefdhrlichen Pfad |ber der Klippenkante sind. Beim Gang |ber den H|gel in Richtung Klippe markieren wir noch die Stelle, an der der Pfad den Hang 'runtergeht, f|r den Fall, da_ der Nebel noch dichter wird. Auf's Meer zu steigt der H|gel noch etwas an, und plvtzlich liegen gro_e Felsklumpen auf dem Boden, wir m|ssen schon vorsichtiger gehen. Der Nebel wird noch etwas dichter. Dann kommen wir an seltsamen Steinhaufen vorbei: Kreise und Halbkreise aus |bereinandergeschichteten Steinen, dutzendweise. Und ein schmaler, zwei Meter langer Steinhaufen mit einer senkrecht stehenden Steinplatte mit eingraviertem Kreuz steht am Rand. Wir rdtseln, zu welchem Zweck sie errichtet wurden; spdter erfahren wir, da sich hier Mvnche vor ein paar hundert Jahren Steiniglus errichtet hatten und zum Meditieren hierher kamen.
Nun fdngt es an zu regnen, erst wenig, doch zusammen mit den aufkommenden krdftigen Sturmbven sch|ttet es auch richtig vom Himmel. Wdhrend Christian gegen seinen Poncho kdmpft und versucht, auf dem Boden zu bleiben, setzen wir uns in einen Steinkreis an eine windgesch|tzte Stelle und |berlegen, was wir tun sollen. Bei dem Wind und Nebel |ber die Klippe gehen scheint mehr als leichtsinnig, und so kehren wir nach zehnmin|tugem Warten ohne Wetterbesserung schweren Herzens um. Hundert Meter weiter unten scheint die Sonne, nur der H|gelkamm ist in Wolken geh|llt. So ein Drger!

14:00 Als wir unser Gepdck abholen, ist der Amerikaner zuhause. Er lddt uns zu einer Tasse Tee und Keksen ein und bietet uns ein paar Sitzpldtze um seinen torfbeheizten Kamin an. Wir unterhalten uns eine ganze Weile |ber alles Mvgliche, von irischer Geschichte |ber Umweltprobleme bis hin zu den Rostocker Krawallen, von denen wir aber auch nur die knappen Artikel in den Zeitungen kennen. Ansonsten erfuhren wir, da_ der Mann am Rande der Rocky Mountains in Colorado wohnt, an einer Hochschule Schuldirektoren ausbildet und jedes Jahr um diese Zeit hierherkommt. Wir unterhalten uns noch |ber irische, amerikanische und deutsche Bildunssysteme (wobei wir erfahren, da_ irische Kinder in der Grundschule Englisch und Gdlisch lernen m|ssen). Gegen 16:00 fdhrt er in den Ort, den M|ll wegbringen. Hier mu_ man seine M|llsdcke zur ndchsten grv_eren Stra_e bringen, damit sie abgeholt werden. Er setzt uns am Hostel ab, wir verabschieden uns und bekommen f|r 5.00 Pfund pro Nase ein Zimmer im Hostel. Wir sind die einzigen Gdste, ab der zweiten Septemberwoche nimmt der Tourismus in Irland und Schottland rapide ab. Wir kaufen im Laden gegen|ber ein, und kochen in der K|che des Hostels Spaghetti Bolognese und ein paar Zutaten. Im Zimmer spannen wir erstmal eine Wdscheleine und hdngen die immer noch nassen Sachen zum Trocknen auf. Chris hdngt seine Euroschecks dazu. Die Etagenbetten sind selbstgebastelt aus normalen Einzelbetten, wacklig, viel zu kurz und viel zu weich. Gegen Mitternacht ziehe ich auf die Isomatte auf den Boden um und liege wesentlich bequemer.



Mittwoch, 9.9.92, 25.Tag

7:30 Aufstehen, duschen, packen.
8:45 Wir stehen an der Stra_e an der Bushaltestelle. Es regnet ein wenig. Der Bus ist der einzige heute, der nach Donegal fdhrt. Gegen 9:00 kommt der Bus, es ist der Fahrer von vorgestern. E d|st in bekannter Fahrweise nach Donegal. Dort kommt etwa eine Viertelstunde spdter der Bus nach Derry. Wir kaufen noch eine Zeitung, geben die letzten irischen M|nzen f|r Schokoriegel aus, und fahren ab. Wir unterhalten uns mit einem Deutschen aus der Ndhe von Frankfurt, der ebenfalls nach Derry und von dort dann nach Belfast will. Beim \berfahren der Grenze von Irland zu Nordirland passieren wir Sperranlagen, die diejenigen an der ehemaligen Zonengrenze weit |bertreffen. Autos werden gefilzt, Gepdck durchsucht. Unser Bus fdhrt durch, hdlt an einer Haltebucht an, ein einzelner Soldat mit Maschinenpistole lduft einmal durch den Bus und schaut sich die Gesichter der Passagiere an. Die sieben Rucksdcke auf der R|ckbank w|rdigt er keines Blickes.
13:00 Ankunft in Derry. Dhnlich wie in Belfast patrouillieren hier Panzerfahrzeuge, um wichtige Gebdude gilt Parkverbot. Die Polizeistation ist abgeriegelt, man kann nur einzeln und im Schrittempo daran vorbeifahren. Davor: schwerbewaffnete Polizisten, Betonsperren auf der Stra_e, zwanzig Meter hohe Maschendrahtzdune gegen Wurfgeschosse. Der nordirische Konflikt brodelt in Derry seit 400 Jahren, ein Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken, irischen und nordirischen Republikanern, Briten und Separatisten und mittendrin die Polizei und die britische Armee. Derry wird von einem Flu_ in zwei Hdlften geteilt. Auf einer Seite ist das Katholikenviertel, welches sich selbst als 'Free Derry' bezeichnet. Da Nordirland und vor allem die Protestanten dem protestantischen England verbunden sind, dominieren auch heute noch die Protestanten, was sich im Stadtbild widerspiegelt. Pro-IRA und Anti-England-Graffiti ist hie und da zu sehen.
Inmitten der Stadt finden wir die Altstadt mit Stadtmauer und Burg, alles recht gut renoviert. Darum eine Fu_gdngerzone mit vielen Geschdften. Wir tauschen unsere irischen Pfundnoten in englische Pfund, dann kaufen wir Obst und die obligatorischen Burger. Unser ndchstes Ziel ist der Giant's Causeway in der Ndhe von Bushmills. Bis zur Abfahrt des Busses laufen wir durch Derry.

15:45 Der Bus nach Coleraine fdhrt ab. Coleraine ist eine kleine Stadt mit College, wir bekommen aber nicht viel davon zu sehen, weil bald nach der Ankunft der Anschlu_bus kommt.
17:05 Wir besteigen den Bus von Coleraine nach Portrush. Gegen 17:30 sind wir in Portrush am Busbahnhof. Portrush liegt am Meer und nur noch acht Meilen vom Causeway entfernt.
18:05 Der Bus zum Causeway kommt. Keine zwanzig Minuten spdter sind wir am 'Giant's Causeway Visitor Centre' - kurz nachdem es f|r heute geschlossen hat. Wir laufen den Fu_weg auf der Klippenkante entlang, nach einem kurzen Wegst|ck f|hrt ein befestigter Pfad den Hang 'runter. Dann liegt er vor uns, vom Hang aus verschwindet er im Meer: der Giant's Causeway. Die Legende erzdhlt, da_ der Riese Finn McCool sich eines Tages in eine Riesin auf der Hebrideninsel Staffa verliebte und, um sie besuchen zu kvnnen, den Damm anlegte, indem er die Steinsdulen in den Boden rammte. Dabei handelt es sich um Basaltsdulen, die am Hangrand mehrere Meter weit aus dem Boden ragen, eine neben der anderen, und auf einer Breite von |ber drei_ig Metern wie ein Damm ins Meer f|hren, rund hundert Meter weit, unterm Wasserspiegel vielleicht noch weiter. In einem Prospekt steht, da_ es rund 37000 Sdulen sein sollen.
Nat|rlich ist es etwas st|rmig, und das Meer ld_t hohe Wellen gegen den Damm klatschen. Wir machen noch jede Menge Fotos, solange das Licht es zuld_t, und treten dann zusammen mit einem Dresdner Studenten gegen 20:30 den R|ckweg an. Ich hdtte ja lieber auf den Weiden |ber den Klippen gezeltet, aber Claus und Chris wollten nicht und waren auch nicht zu |berreden. Also laufen wir die rund f|nf Kilometer nach Bushmills, und von dort noch einen Kilometer nach Portballintrae zum Campingplatz, um dort das Zelt aufzuschlagen. Gegen 23:00 schlafen wir ein.



Donnerstag, 10.9.92, 26.Tag

10:00 Aufstehen. Es regnet mal gerade nicht, daf|r st|rmt es so, da_ man keine Handt|cher oder dhnliches drau_en liegen lassen kann. Wir kochen Milch und fr|hst|cken M|sli. Heutiger Plan: Besichtigen der 'Old Bushmills Distillery' in Bushmills, einer |ber zweihundert Jahre alten Brennerei.
12:05 Wir erreichen die Schnapsbrennerei. Die ndchste F|hrung ist um 13:30. Wir lassen uns einen Prospekt geben, und kaufen 'was zu futtern im naheliegenden Spar-Laden. Angesichts der gro_en Auswahl an Chipssorten beschlie_en wir, die Sorten durchzuprobieren, die wie noch nicht kennen. Dabei unter anderem: Beef, Chicken, Worchester Sauce, Krduter, Kdse. Wir k|ren die 'Worchester Sauce Flavor' zu den miesesten Kartoffelchips, die jemals unseren Gaumen passiert haben, und die 'Beef Flavour' landen auf Platz zwei.
13:30 Die F|hrung durch die Brennerei beginnt. Die Anlage ist durchaus modern, ein gro_er Behdlter, in dem Getreide und Enzyme verr|hrt werden, zehn Gdrbehdlter aus Edelstahl mit 44000 Litern Inhalt, und die Destillierhalle mit Kupferkesseln und Dreifachdestillation des Alkohols sind in einem gro_en Gebdude untergebracht. Die Anlage ist computergesteuert, ein Mann sitzt im Leitstand und langweilt sich. Aus den Rohren flie_t in armdicken Strvmen der destillierte Alkohol. Der Alkohol wird nach Destillation in Eichen- und Kirschfdsser gef|llt und bis zu zwvlf Jahre gelagert, bis er genug Aroma und Farbe aus dem Holz gelvst hat. Dann wird er abgemischt, abgeschmeckt, verd|nnt und abgef|llt - bis zu 55000 Flaschen am Tag. In der Produktion arbeiten ganze f|nf Leute, und rund neunzig Leute arbeiten in Verpackung, Transport und Marketing. Im Anschlu_ an die F|hrung gibt's pro Nase ein Gldschen zur Probe - mir schmeckt der Whiskey |berhaupt nicht. Der Scotch in Shenavall war um Klassen besser. 15:10 Zur|ck in der Ortsmitte erkundigen wir uns nach dem Bus in Richtung Belfast, kaufen ein paar Fressalien ein, und laufen zum Campingplatz nach Portballintrae zur|ck. Dort lesen wir erstmal die Zeitungen ausf|hrlich und schreiben ein paar Sachen auf.
19:30 Abendessen. Es gibt Suppe, das restliche Flockenp|ree und Nudeln mit So_e. Gegen 22:30 legen wir uns schlafen. Drau_en regnet es mal wieder, der Wind bldst unverdndert.



Freitag, 11.9.92, 27.Tag
8:00 Aufstehen, duschen, Fr|hst|ck. Diesmal gibt es die allerletzte Portion M|sli sowie Brot und Marmelade. Anschlie_end bauen wir das Zelt ab, verpacken unsere Ausr|stung und machen uns marschfertig.
9:50 Wir laufen zur Bushaltestelle am Bay Hotel, um den Ulsterbus 252 zu nehmen, der an der K|ste der Grafschaft Antrim entlang nach Belfast fdhrt.
10:35 Fast eine halbe Stunde kommt der Bus zu spdt und erlvst uns von Regen und Sturm. Die 'Antrim Coast Road' kann sich sehen lassen - fast immer direkt am Meer vorbei, |ber Klippen, am Strand entlang, durch kleine Hafenstddte.
13:40 Ankunft in Belfast. Auch hier regnet es. Wir gehen zundchst in ein Fish-and-Chips - Restaurant und essen zu Mittag. Dort treffen wir zwei Berliner, die per Auto unterwegs sind.
Die verbleibenden zwei Stunden bis zur Abfahrt wollten wir eigentlich damit verbringen, das Technological College zu besichtigen, aber wir kommen an einem Reiseb|ro vorbei und beschlie_en, bei der Gelegenheit die Fdhre |ber den Drmelkanal f|r die Heimreise zu buchen. Und siehe da, die Leute sind sogar venetzt und kvnnen Buchungen abfragen. So erfahren wir, da_ die billige Fdhre nach Holland auf Tage ausgebucht ist und suchen uns die Route Dover-Calais aus. Wir reservieren f|r Samstag, 15:05 auf Seacat. Dieser Spa_ kostet 140.00 Pfund.

Das Buchen hat trotz Computer enorme Zeit gekostet, wir streichen die Besichtigung und gehen gleich zum Fdhrterminal. Dort kaufen wir Tickets und setzen uns f|r eine halbe Stunde in den Wartesaal. Ich befrage das Personal an den Rvntgengerdten, ob es sich um Rvntgenspektroskopie oder einfaches Durchleuchten handelt (weil die Maschinen zwei Monitore, einen monochromen und einen farbigen, haben), sie meinen aber grinsend, das kvnnten sie mir nicht sagen.

16:40 Abfahrt der Seacat nach Stranraer. Es werden die gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie auf der Hinfahrt getroffen. Die \berfahrt ist ruhiger als die Hinfahrt. Gegen 18:00 fdhrt das Schiff in die Bucht von Stranraer ein, wir sind wieder in Schottland. Prompt fdngt es an zu regnen, und der Regenbogen wirkt fast schon hvhnisch.
18:20 Die Fdhre hat angelegt. Wir gehen von Bord, nehmen unser Gepdck in Empfang, und gehen zum Auto. Es ist noch da. Wir rdumen ein, und d|sen los in Richtung Dumfries/Carlisle. Morgen um 14:30 m|ssen wir am S|dende Englands in Dover sein. Die Stra_e ist gut ausgebaut, eine gerade Schnellstra_e, ab und zu ein kleines Kaff. Gegen 20:30 biegen wir in eine Ortschaft ab und wollen tanken. Nachdem das Bargeld etwas knapp ist, wollen wir per Euroscheck zahlen und fragen nach, ob diese akzeptiert werden. Die Gesichter der Leute waren nicht schlecht, sie sahen soeben zum ersten Mal in ihrem Leben einen Euroscheck. Sie wollten ihn auch nicht akzeptieren (aber von etwa sieben Kreditkartengesellschaften hdngen die Karten in der T|r!), so versuchen wir es einen halben Kilometer weiter bei BP. Die Kassiererin wu_te zwar, was Euroschecks sind, aber ihr Chef wollte sie nicht akzeptieren. So tanken wir f|r 5.00 Pfund und fahren weiter. Einige Kilometer weiter treffen wir auf eine Esso-Tankstelle, die Euroschecks nimmt. Bei der Gelegenheit finden wir noch vier Sorten Chips, die es zu probieren gilt, aber keine davon unterbietet 'Worchester Sauce Flavor'.
Gegen 21:00 Uhr fahren wir weg von der Schnellstra_e durch einen grv_eren Ort auf einen Campingplatz. Der Platz ist schon geschlossen, die Toiletten verriegelt. Aber man kann die Wiese noch benutzen. Ein Zelt steht noch da, es ist ein Student aus Halle, der per Fahrrad unterwegs ist. Wir bauen das Zelt auf und futtern die restlichen Fressalien (Reis, Reis, Reis und Suppe). Gegen 22:30 fdngt es an zu regnen, dann plvtzlich hagelt es krdftig. Willkommen in Schottland.



Samstag, 12.9.92, 28.Tag

5:30 Der erste von uns wird wach. Wir stehen auf, packen zusammen. Wir haben noch viele hundert Kilometer vor uns und m|ssen p|nktlich in Dover sein.
6:00 Wir fahren los, auf die Schellstra_e nach Carlisle, dort auf die Autobahn Richtung London. Es fdhrt sich |berraschend gut, kaum stockender Verkehr oder |berholende LKW. Mit Tempo 140 umfliegen wir London. Wir halten nur einmal zum Tanken.
12:20 Wir erreichen Dover - zwei Stunden zu fr|h! Ich gehe mit unserem Ticket zum Schalter der Fdhrgesellschaft und frage nach einer fr|heren Fdhre. Wir werden ohne Mehrkosten auf den Hovercraft um 13:05 gebucht. Dann d|sen wir ans andere Ende des Stadt, wo wir auf das Luftkissenboot fahren.
13:05 Das Luftkissenboot fdhrt los. Es legt ein enormes Tempo vor, nach einer halben Stunde sind wir in Calais. Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt, nun ist es 14:35, Kontinentalzeit. Wir fahren Landstra_e in Richtung Lihge und dann auf die belgische Autobahn. Es folgen noch ein paar eintvnige Stunden Fahrt durch Belgien und Luxemburg, dann erreichen wir Perl, Grenzstadt im Saarland. Noch ein paar Kilometer Landstra_e, dann die Saarautobahn A8 bis Saarlouis, |ber Heusweiler zum Saarbr|cker Kreuz, Merchweiler, Heiligenwald. Um 20:40 sind wir in Heiligenwald, Chris steigt aus, um 9:00 steige ich in Spiesen aus, und f|nf Minuten spdter d|rfte Claus zuhause in Neunkirchen gewesen sein.



Anhang

a) Material

F|r alle, die es interessiert, hier noch eine Liste der Sachen, die ich mit mir herumgetragen habe. Dazu hatten wir noch Medikamente, Verbandsmaterial, Spirituskocher und einiges mehr, doch dies war bei Christian oder Claus untergebracht, ich habe nur meine Sachen registriert. Au_erdem lie_en wir einen Satz frische Klamotten im Auto f|r den Tag der R|ckkehr.

1 Expeditionsrucksack 'Spire 70'
1 Rucksack-Wanderponcho
1 Innenzelt unseres Zeltes
1 Isomatte
1 Schlafsack
1 Klappspaten mit Beil und Sdge
1 Fertigangel (Schnur, Blei, Haken, Schwimmer) auf Halterung
1 Schreibblock A5
1 Hardcover f|r den Block
1 Kugelschreiber
1 Bleistift
1 Edding 3000
1 Tapetenmesser
3 B|cher (Reisef|hrer, Survival, Wvrterbuch)
-diverse Zettel und Heftchen vom Britischen Fremdenverkehrsamt
1 Schottland-Stra_enkarte
1 Irland-Stra_enkarte
1 OS-Karte 'Isle of Skye/Torridon Hills'
3 Dia-Filme
1 Spiegelreflex-Kamera mit Objektiv
1 Brillenetui mit Ersatzbrille und Brillenputztuch
1 Sonnenbrille
1 Armbanduhr, mechanisch
1 Schweizer Messer
2 Geldbeutel
-Euroschecks und Scheckkarte
1 Internationaler Studentenausweis
1 Studentenausweis
1 F|hrerschein
1 Personalausweis
1 Jugendherbergsausweis
2 Auslandskrankenscheine
5 Visitenkarten
1 Notizbuch mit Kalender
1 Taschencomputer
1 Toilettenbeutel mit
Zahnb|rste
Na_rasierer und Klingen
Zahncreme
Waschlappen
Latexhandschuhe
Haarshampoo
Rasierwasser
Mullbinde
Heftpflaster
Sonnencreme (|berfl|ssig, besser Fettcreme mitnehmen)
Fingernagelschneider
Pinzette (wg. Stacheln oder Splittern)
1 Filmdose mit Streichhvlzern und Reiben (wasserdicht)
2 Schachteln Sturmstreichhvlzer
2 Feuerzeuge
2 Riemen mit Schnallen (Ersatz f|r Rucksack)
2 Ersatz-Steckschnallen f|r Rucksack
1 2-Liter-Feldflasche mit Tragetasche
1 Paar Lederwanderstiefel
1 Paar robuste Lederhalbschuhe
1 Paar Einlagen
1 Paar Badesandalen
1 Badehandtuch
1 kleines Handtuch
1 kleines Geschirrhandtuch
1 Kunststoffbrotzeitdose mit Besteck
2 Rollen Toilettenpapier
1 Dose Schuhfett
1 Schuhb|rste zum Fetten
1 Kleiderb|rste
1 Tube Alleskleber
2 Paar Ersatz-Schn|rsenkel
1 Rolle Isolierband
1 Schachtel Schnellverschl|sse f|r Gefrierbeutel
1 Taschenlampe
8 Batterien (4 hdtten gereicht)
2 Liter Spiritus
2 Rollen Paketschnur
4 Scheuerschwdmme f|r's Geschirr
1 Rvhrchen Vitamin-Brause-Tabletten
2 Pdckchen Kaugummi
Kleidung: 1 Shorts (nicht notwendig)
2 dicke Wollpullis
2 lange Hosen
5 Unterhosen (unbedingt testen, ob sie scheuern!)
2 Unterhemden
4 Paar Socken
6 T-Shirts (3 hdtten gereicht)
1 langdrmliges Hemd
1 Badehose (nur zweimal benutzt, eine Unterhose hdtte gereicht)
(f|r's ndchste Mal: vielleicht schnell trocknende Kunstfaser-Kleidung!)
Fressalien: M|sli
Reis
Instant-Kartoffelbrei
T|tensuppen
T|tenso_en
Instant-Tee (Krdutergeschmack)
Milchpulver
Schokolade



b) Probleme mit der Ausr|stung

Hier die Schdden, die an Ausr|stung auftraten.

Wanderstiefel Bei mir: Sohle lvste sich, mit Spezialkleber festgeklebt. Chris: Ein Gummiteil lvste sich, es ging auch ohne. Claus: 4 Paar Schn|rsenkel verbraucht
Poncho Claus: Poncho seitlich aufgerissen. Keine Reparatur. Ich: Druckknvpfe an der Seite mit Draht zugebunden, weil sie aufsprangen. G|rtelschlaufe an der Ponchoh|lle abgerissen. Keine Reparatur.
Taschenlampe Ich: Wackelkontakt. Beseitigt durch Verbiegen der Feder im Batteriefach.
Schlafsack Chris: Im Fu_raum seines Daunenschlafsacks machten sich die Daunen rar. Lvsung durch Klamotten um die kalten F|_e.
Zelt Die Drahtheringe verbiegen sich, Sturmheringe halten das Hdmmern in steinigen Boden aus.
In der Apsis kann mangels Bodenfolie Wasser an die Rucksdcke kommen. Wir legten, wo mvglich, Dste oder Steine unter.



c) Verletzungen/Krankheiten

Bei mir stellte sich ein:

1 Blase am Fu_ nach zwei Tagen (war bald weg) 3 wunde Stellen auf Zehen nach Marsch in nassen Socken 1 aufgeschlagenes Knie (von einem Ausrutscher auf den Cliffs of Moher) hunderte M|ckenstiche (spdter hatten wir M|ckenschutz, bis dahin Systral) leichter Schnupfen ein paar Kratzer von Geb|schen



d) Kosten

Hier ein paar Preise f|r den Fall, da_ jemand auch einen solchen Trip machen mvchte. In Pfund bezahlte Dinge wurden zum damaligen Kurs von DM2.90 pro Pfund umgerechnet.

Rucksack 'Spire 70': 298,- Preise in DM
Schlafsack Kunstfaser bis -15 Grad: 230,-
Isomatte, geschlossene Poren, einlagig: 25,-
Rucksackponcho: 119,-
Feldflasche mit Tragegurten: 15,-
Wasserfaltkanister 10 Liter: 10,-
Zelt 'Wind River 2' (3 Personen): 800,-
Autofdhre Holland-England: 270,-
Hoverspeed England-Frankreich: 390,-
Personenticket Belfast-Stranraer: 40,-
Wanderstiefel Kunstfaser, wasserdicht: 240,-
Sturm-Spirituskocher Trangia: 99,-
\bernachtung Dublin: 27,-
Campingplatz: im Schnitt 18,-
Kartenmaterial: bis zu 20,-



e) Adressen

Informationsmaterial |ber Irland und Schottland kann angefordert werden bei:

Britische Fremdenverkehrszentrale (Schottland und Nordirland) Taunusstra_e 52-60
6000 Frankfurt 1
Tel. 069-2380711
Fax. 069-2380717
Btx. 22002

Die Btx-Seiten sind auch am vffentlichen BTX-Terminal abzurufen. Stichwort: Gro_britannien.

Irische Fremdenverkehrszentrale
6000 Frankfurt 1

Die Adresse ist leider nicht mehr vorhanden.

ENDE

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