Scotland, United Kingdom

Search for:
Home > Travelogues > Europe > United Kingdom > Scotland > Reisebericht der Schottland-/Irlandfahrt

Reisebericht der Schottland-/Irlandfahrt - Travelogue

Browse & compare accommodation
Scotland Apartments
Scotland B&B's / Guest houses
Scotland Cabin / Chalet
Scotland Campgrounds / Rv Parks
Scotland Cottages
Scotland Farm Houses
Scotland Hostels
Scotland Hotels
Scotland Vacation Homes
Scotland Villa's
Explore...
Scotland Index
Car Hire Scotland
Scotland Travelogues
Scotland Airports
Scotland Holidays
Scotland Short Breaks
Scotland Tours

Popular Travel Destinations

Recently Reviewed Hotels Around Scotland

Submitted by: Lothar Fritsch United States
Website: Not Available
Submission Date: 11 February 2005

PAGE - 5 - Add your travelogue
Dann trvdeln wir wie |blich etwas rum, verbrennen ein paar nutzlos gewordene T|ten, packen unsere Sachen und haben eigentlich wenig Lust, raus in den Regen zu gehen. Vor uns liegt eine Etappe von mehr als zwanzig Kilometern bis Kinlochewe, die teilweise recht ungem|tlich sein soll. Die Mddchen hatten zehn Stunden f|r die Strecke in Gegenrichtung gebraucht.
11:00 Wir ziehen los, eingeh|llt in die Ponchos und fast trockene Klamotten. Zundchst geht es um einen H|gel, dann |ber den schmalen Damm, der Dubh Loch und Fionn Loch trennt. Auf der anderen Seite m|ssen wir erstmal wieder einen Hvhenzug erklimmen. Am Hang links vom Pfad geht eine Familie Steinbvcke spazieren, zwei gro_e und drei kleinere Tiere. Leider ist es ansonsten etwas dunstig, man kann die Aussicht gen Westen von gestern nur erahnen.
Eine ganze Weile geht es wieder auf dem Hvhenzug entlang, auf einem nicht mal allzu schlammigen Pfad. Die Erosion ist gut am Wirken, ein kleiner Bach hat sich metertief in den Boden geschnitten, Hdnge sind abgerutscht, Moorfldchen liegen ohne Bewuchs frei.

Langsam beginnt der Abstieg. Loch Maree kommt in Sicht, der See, an dessen anderem Ufer die Wanderung enden soll. Trotz etwas dunstiger Luft sieht man einige Kilometer weit. Der Pfad f|hrt nun einen Abhang hinunter, |berquert einen Wildbach und erreicht ein Waldst|ck - wir haben Letterewe erreicht. Hierbei handelt es sich um einige wenige Gebdude am Nordufer des Loch Maree, um die ein paar Weiden liegen. Zu erreichen ist der Hof nur per Boot, es gibt keine Stra_e oder Piste hierhin. Wir m|ssen weiter, Richtung Osten am Nordufer entlang, um Kinlochewe zu ereichen. Claus' Schn|rsenkel sind schon wieder gerissen, er fddelt neue ein. Es ist etwas knifflig, auszumachen, wo der Pfad nun weitergeht, wir m|ssen einigemale |ber Zdune klettern und auf's Geratewohl wieder Richtung See gehen, bis wir jenseits von Letterewe wieder auf den Pfad treffen. Um Letterewe herum gibt es tatsdchlich Wald. Alte Eichen, Birken und Kiefern, und viele Pilze am Boden. Au_erdem massig Spuren von Wild. Doch bald darauf lduft der Pfad am Hang entlang, zwischen Heidekraut und Farn, voll von Pf|tzen oder gro_en Steinen. Wir laufen mal ndher, mal weiter von Loch Maree und seinen Inselchen weg am Ufer entlang. Die Ponchos entpuppen sich als zu kurz, die |ber den Weg hdngenden Farnwedel streifen das Regenwasser an unseren Hosen ab. Das Wasser findet auch prompt den Weg durch den Stiefelschaft in die sonst recht wasserdichten Wanderstiefel. Alles in allem sind wir von den Oberschenkeln abwdrts total durchnd_t. Dazu regnet es von oben, und ab und zu bldst der Wind dazu. Einige Kilometer weiter durchlduft der Pfad einen Birkenwald. Dort huscht eine Gemse (oder ein dhnliches, dunkles, schafartiges Tier mit aufspiralten Hvrnern) ins Unterholz und fl|chtet. Ein paar Bdume liegen auf dem Weg, bald ist der Wald zuende und es geht weiter zwischen Farn und Heidekraut. Gelegentlich m|ssen wir einen dank des Regens hochwasserf|hrenden Bach |berqueren und die Steine dazu erst 'reinwerfen. Uns kommen noch zwei Frauen entgegen, die irgendwo im Geldnde einen Berg umrundet haben und etwas weiter Richtung Letterewe zelten wollen. Gegen 17:00 schldngelt sich der Pfad den Hang hinunter zum Seeufer. Man kann in der Ferne die Hduser von Kinlochewe erkennen. Doch es sind noch ein paar Kilometer. Um 17:30 erreichen wir das s|dvstliche Ende des Loch Maree. Das Ufer ist flach, von Schafen freigefressen, und wir beschlie_en, das Zelt hier aufzuschlagen und morgen fr|h in den Ort zu gehen. Unser weiterer Plan: einen Bus in Richtung Achnasheen erwischen und von dort per Zug zur|ck nach Inverness zum Auto.

Wir bauen das Zelt auf, und sind dann auch fertig. Erstmal ruhen wir uns eine Weile aus, und als wir dann |berlegen, was man noch tun kvnnte, kommen die M|cken. Was soll's, ab ins Zelt, zum Abendessen gibt es die letzte Tafel Schokolade und eine Suppe. Die nassen Schuhe, Socken und Hosen werden irgendwie im Zelt verteilt, dann schreiben wir ein paar Sachen auf, |berlegen, wie es nach morgen weitergehen soll, und schlafen ein.



Montag, 31.8.92, 16.Tag

8:30 Aufwachen. Es regnet drau_en. Und die M|cken sind auch schon da, also fdllt das Fr|hst|ck mal wieder aus. Das neue M|ckenschutzmittel funktioniert zwar, aber die Biester finden immer eine Stelle, die man nicht eingeschmiert hat. Wir packen hektisch, ziehen die nassen Klamotten an (das ist ein Gef|hl, das versaut jeden Morgen! Nach dem feuchten T-Shirt und den feuchten Socken die Hose mit nassen Beinen. Und die nassen Stiefel...), bauen in einer Regenpause das Zelt ab und marschieren um 10:05 los. Wir m|ssen noch ein paar Bdche |berqueren, die teilweise recht tief sind, dann erreichen wir die ersten Hvfe, etwas |ber eine Stunde nach dem Abmarsch. In der Ortsmitte erfahren wir dann, da_ wir den einzigen Bus des Tages, der in Richtung Achnasheen fdhrt, um hvchstens eine Stunde verpa_t haben. Wir traben erst mal zum einzigen Laden im Ort, decken uns mit Schokolade und Zeitungen ein und setzen uns dann in ein Cafi und essen Burger und Fish & Chips. Vor'm Laden treffen wir noch zwei deutsche Tramper, denen das Geld ausgegangen ist, und die irgendwie nach Inverness zur Post kommen m|ssen. Sie versuchen eine Weile erfolglos, Autos anzuhalten. Chris watzt plvtzlich los in Richtung Toilette, er hat Durchfall. Es bleibt aber ein Einzelfall, lag wohl an dem anstrengenden Tag gestern. Soeben finden wir auch 'raus, was in unserer kiloschweren Medikamentensammlung fehlt: Kohletabletten.
Taxis gibt es in diesem abgelegenen Nest auch nicht, und die einzige Mvglichkeit, noch irgendwohin zu fahren, ist der Postbus nach Gairloch in die falsche Richtung. Nach einigem Hin und Her und Fahrplanstudieren beschlie_en wir, die neun Meilen lange Strecke nach Achnasheen zu laufen und hoffen, auf der Stra_e schnell genug zu sein, um den 17:00-Zug aus Kyle zu erwischen.

12:50 Wir gehen los und legen ein ordentliches Tempo vor. Es regnet sintflutartig. Die Stra_e windet sich einsam in einem Tal empor, daneben verlduft ein Flu_. Wir versuchen, die in unsere Richtung fahrenden Autos anzuhalten. Einmal hdlt ein Peugeot 205, hat aber nur Platz f|r maximal zwei Leute.
Wir erreichen den hvchsten Punkt der Stra_e, nun geht es wieder etwas bergab. Daf|r sch|tteln uns jetzt Windbven. Wir erreichen einen kleinen See, Loch a' Chroisg, an dessen anderem Ende Achnasheen liegt, es sind nur noch ein paar Kilometer. Bei einem weiteren Versuch, ein Auto anzuhalten, hdlt eine junge Frau mit Kombi an und nimmt uns mit. Wir waren tatsdchlich nicht mehr weit vor unserem Ziel und sind so schnell gelaufen, da_ wir den 15:00-Zug Kyle-Inverness noch hdtten nehmen kvnnen. Doch es kommt anders. Die Frau fdhrt nach Dingwall, einem Stddtchen keine zwanzig Kilometer vor Inverness, und nimmt uns bis dorthin mit. In Dingwall trinken wir erstmal was und suchen dann den Bahnhof. Um 17:00 kommt hier als ndchstes der 15:00-Zug aus Kyle durch, der ndchste Bus noch etwas spdter. Wir nehmen den Zug, treffen noch ein paar Deutsche am Bahnhof, und sind gegen 17:30 in Inverness.

17:45 Das Auto ist auch noch da, wir verpacken den ganzen Kram, und lvhnen 32.50 Pfund Parkgeb|hren. Im Nachhinein sollte man mal 'rauskriegen, was zwei Wochen Falschparken vor der Polizeiwache kostet. Anschlie_end fahren wir an den Stadtrand zum Campingplatz. Der Platz ist gro_ und in gutem Zustand, und er kostet nur 3.00 Pfund f|r die Nacht. Wir duschen, bauen das Zelt auf und durchl|ften es, ziehen endlich trockene Klamotten und Schuhe an, sofern noch vorhanden. Da ich entschieden zu viele Klamotten mit mir 'rumschleppe, habe ich noch eine komplette Montur inklusive Schuhe. Weil der Platz Waschmaschinen und Trockner hat, beschlie_en wir, Kleider zu waschen und im Anschlu_ daran in die Stadt zu fahren, um mal richtig gro_ essen zu gehen, mit Steak und so. Wir waschen zwei Durchgdnge, und die Waschmaschine und der Trockner laufen ewig lange. Dazwischen reden wir mit zwei Nordiren, die uns empfehlen, die Bushmills-Distillerie zu besichtigen, wenn wir sowieso dort den Giant's Causway sehen wollen. Kurz vor 22:00 parken wir in der Innenstadt und gehen einige Stra_en auf der Suche nach einem Restaurant ab. Leider haben schon alle Restaurants au_er einem Nobelladen geschlossen, und so endet der Abend wie er enden mu_: bei McDonald's mit Cheeseburger und Pommes, schlechter Laune meinerseits und Regen.



Dienstag, 1.9.92, 17.Tag

9:00 Die Baustelle neben dem Campingplatz hat uns endlich wachgedrvhnt. Es hat nachts krdftig geregnet. Ich laufe zum Shop des Campingplatzes und hole zwvlf Brvtchen, Marmelade, Butter und Milch zum Fr|hst|ck. Das Fr|hst|ck wird in bewdhrter Weise auf der Motorhaube verzehrt. Anschlie_end stopfen wir die Sachen und das Zelt ins Auto und verlassen Inverness in Richtung S|den, nochmal vorbei am Loch Ness (und immer noch kein Monster zu sehen), erstes Etappenziel auf dem Weg nach Irland ist Fort William. 13:10 Ankunft in Fort William. Wir schicken noch ein paar Postkarten weg, bummeln die Hauptstra_e entlang, und essen in einem Ketten-Restaurant zu Mittag. Anschlie_end bummeln wir noch ein wenig rum, ich gehe Geld umtauschen, kaufe eine Zeitung und Obst. Claus und Chris kaufen Getrdnke, Obst und Knabberzeugs. Wir entdecken einen Autoaufkleber: 'Keep Scotland tidy - run over a tourist!'. Um 14:15 fahren wir weiter mit Ziel Glasgow. Die Highlands werden nochmal so richtig schvn hoch, mdchtig, wild und einsam. Hohe Berge, Tdler mit Fl|ssen, einfach schvn. Hier sollte man sich auch mal ldnger aufhalten (Stichwort 'West Highland Way'). Leider ist es f|r Fotos zu dunstig, und regnen tut es sowieso.

16:20 Loch Lomond! Der grv_te schottische See beginnt zwischen steilen, bewaldeten H|geln und ist voll von kleinen Inselchen. Weiter gen S|den wird die Landschaft etwas flacher. Wir machen eine kurze Pause, trotz leichten Nebels ein paar Fotos, und fahren dann weiter. 17:50 Wir durchfahren Glasgow, eine gro_e, hd_liche Industriestadt. Ldnger halten wir uns hier nicht auf, und fahren einfach durch, weiter Richtung Stranraer, dem Fdhrhafen in S|dwestschottland, der uns nach Nordirland bringen soll. Die Landschaft wird langweilig, nur noch flache H|gel, alles eingezdunte Weide, voll mit K|hen und Schafen. Ab und zu ein paar Getreidefelder.

20:45 Wir erreichen Cairnryan, den ersten der beiden Fdhrhdfen nach Nordirland. Die letzten Kilometer ging die Fahrt an der K|ste vorbei. Drau_en im Meer steht ein hoch aufragender Inselklotz, am Horizont kann man noch die Insel Kintyre erahnen. Wir kaufen in einem kleinen Laden verschiedene Sorten Dosennudeln f|r's Abendessen sowie die obligatorische 2-Liter-Getrdnkeflasche. \berall in England scheint es Cola und Limo ausschlie_lich in Plastikflaschen und Dosen zu geben. Der vrtliche Campingplatz ist ein Caravanplatz f|r die gro_en stationdren Containercaravans. Da aber etwas Wiese frei ist, d|rfen wir f|r 5.00 Pfund zelten. Wir stellen das Zelt auf, kochen die Dosennudeln und planen den morgigen Tag. Ich sortiere schon mal das Informationsmaterial aus, welches wir nicht brauchen werden, und verpacke den Rest.



Mittwoch, 2.9.92, 18.Tag

8:00 Aufstehen, umziehen, Rucksdcke neu sortieren und packen stehen am Beginn dieses Tages.

Prev1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8Next
Copyright © - "Lothar Fritsch"